Kuala Lumpur

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Hanoi verabschiedet mich so nass kalt – 22°C – wie es mich empfangen hat. Die Vorfreude auf Australien ist mittlerweile riesig. Zunächst geht es aber nur bis Kuala Lumpur, um die Flugzeit nicht unnötig über 10h zu strecken und um noch mal ein wenig zu tanzen. Zunächst mal das übliche vom Flughafen den Weg in die Stadt finden. Ich fahre mit einem Bus. Die fahrt dauert ungefähr eine Stunde. Vom Busbahnhof sind es ungefähr 750m zum Hotel. Es regnet in strömen. Der Busbahnhof ist unter einem Bahnhof doch das bekomme ich erst später raus. Der Weg erweist sich als schwierig. Die Stadtplaner haben an der Stelle offenbar nicht mit Fußgängern gerechnet. Einen Fußweg gibt es nicht. Ich finde den Weg schließlich ins Hotel. Später finde ich raus, dass man einfach nur durch den Shoppingcenter und einen Bahnhof muss und dann auch schon im Busbahnhof ist. Nun ja.

Das Hotel ist so la la. Man bekommt halt das was man zahlt. Es ist ja nur für eine Nacht und Ziel war es möglichst schnell auch wieder zum Flughafen zu kommen.

Ich habe vorher zwar etwas nach Salsapartys recherchiert, aber die einzige Party an dem Abend ist sehr weit außerhalb. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es eine Weltreise und kostet fast das gleiche wie mit einem Taxi. Um ein Auto zu mieten ist es zu spät. Ich fahre also ca. 30 Minuten mit dem Taxi. Das hat sich etwas dekadent angefühlt, aber es waren „nur“ 7,50 EUR. Für mich in dem Moment viel Geld. Das Friendscino ist eine Wein und Sportbar. Im vorderen Teil wurden alle Tische und Stühle raus oder beiseite geräumt. Es gibt tolle Musik und der Boden ist super. Gegen 2 Uhr stelle ich mich an die Hauptstraße und versuche ein Taxi zu ergattern. Nach 10 Minuten sitze ich in einem Taxi und bezahle für den Rückweg mit Taximeter weniger als ich auf dem Hinweg mit Voucher bezahlt habe.

Am nächsten morgen heißt es Sachen packen, das Hotelfrühstück auf relativ schlechten Hostelniveau genießen und dann die Stadt zu erkunden. Ich schaue mir ein paar wenig beeindruckende Tempel an. Anschließend geht es nach Chinatown und ergattere dort einen Gürtel – meinen alten habe ich irgendwo liegen gelassen. Mit dem kostenlosen Bus geht es weiter durch die Stadt Richtung Petronas Twin Towers. Unten ist ein Shoppingcenter und auch hier gibt es wieder Prada und Co. Die dichte an Prada Filialen ist beeindruckend. Diese Stadt ist eine Stadt der extremen Gegensätze. Arm und Reich, Asiatisch, Indisch und dann wieder Westlich, Modern und Traditionell, Hinduistisch, Islamisch und Christlich – bestimmt habe ich die eine oder andere Glaubensrichtung unterschlagen. Ich fahre weiter zum Trades Hotel. Es liegt gegenüber von den Petronas Twin Towers. Nun ja. Nicht, dass ich den Hochhäusern sonderlich zugeneigt bin, aber im Traders Hotel ist die Fahrt mit dem Fahrstuhl kostenlos und man kann auf die Petronas Towers und die Stadt schauen. Zu dem habe ich Hunger 😉 Im Fahrstuhl lerne ich Nana aus Hanoi kennen. In der Roof Top Bar bestellen wir uns nen Drink. Es gibt ein Pool – ich hab keine Badehose dabei, aber ich bin kein Hotelgast und darf mir den Pool daher eh nur anschauen. Komische Regel. Die Aussicht ist beeindruckend und es gibt doch ein paar grüne Ecken. In der Ferne ist der Himmel schon ziemlich schwarz und es kommt langsam auf uns zu. Nach einer halben Stunde fängt es heftig an zu regnen, blitzen und donnern. Nun ja, wir sind ja in einer geschützten Dachbar mag man meinen. Das Dach hat der Architekt allerdings offen gestaltet und so wird das Haar der Dame, die vorher versucht hat so zu schwimmen, dass es trocken bleibt, doch nass. Eine relativ skurile Situation. Aber auch auf der Couch werden wir nass und wechseln in eine andere Ecke der Bar. Ich leiste mir einen Burger und wir plaudern noch eine Weile bis der Regen vergeht.

Anschließend mache ich mich auf den Weg und schaue mir die Moschee an. Ich komme gerade noch pünktlich vor dem großen Gebet und darf mir die Moschee anschauen. Langweilige 70er Jahre Architektur. Ein Zweckbau in den bestimmt 1.000 Leute platzfinden. Kunst wie in Tempeln und Kirchen anderer Glaubensrichtungen war hier nicht zu finden. So begebe ich mich zurück ins Hotel um mein Gepäck abzuholen.

Im Hotel habe ich Nachricht von Meng und John. Ich kann bei ihnen schlafen und so ist mein Start in Australien gesichert. Noch ein Nachtflug und ich bin in Oz.

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